Den Eroeffnungsvortrag nach den Begruessungen auf der
ACL 2005 hielt
Justine Cassell von der Northwestern University ueber “Why you have a body and What it is Used for”: Gestik, ihre Bedeutung und ihr Einsatz in virtuellen Agenten fuer Dialogsysteme.
Sie beschrieb dabei die Rolle von Gestik, sowohl mit den Haenden, den Augen als auch mit dem ganzen Koerper, Gesten haben mehrere Funktionen in Dialogen. Zum einen dienen sie der inhaltlichen Unterstuetzung des Gesagten, koennen aber auch Zusatzinformationen transportieren, die nicht in der gesprochen Sprache enthalten sind. Ein Beispiel: eine kreisrunde Bewegung zu den Worten "eine Treppe" gibt eine Wendeltreppe.
Zum anderen dienen Gesten aber auch dazu, den Ablauf des Diskurses zu strukturieren, dazu dienen Veraenderungen der Koerperhaltung zwischen Diskursabschnitten.
Ausserdem gibt es Gesten, die Informationen ueber Grounding vermitteln. Grounding bedeutet: Haben sich die Dialogpartner verstanden? Gibt es eine gemeinsame Ebene, auf der sie sich verstaendigen?
Nicken bedeutet z.B. dass der Hoerer folgen kann, Aufschauen zum Sprecher ist ein Zeichen, dass der Hoerer mehr Informationen braucht. Diese Informationen koennten Dialog- und Informationssysteme mit virtuellen Avataren erkennen und nutzen, um den Dialog natuerlicher und fuer den Benutzer zufriedenstellender zu gestalten. Justine Casell zeigte hierzu einige beeindruckende Demos von entsprechenden Prototypen, die sie mit ihrer Gruppe am
MIT Media Lab entwickelt hatte.
Ausserdem ging Cassell noch auf die Rolle von Smalltalk ein. Smalltalk dient dazu, das Vertrauen der Kommunikationspartner ineinander zu erhoehen, und die Kommunikation insgesamt angenehmer zu machen. Hierbei sind Gesten besonders wichtig, wie ein Vergleich von einem Dialogsystem mit Smalltalk-Simulation einmal Face-to-Face und einmal am Telefon zeigte. Das System wurde bei der direkten Gegenueberstellung als langweilend eingeschaetzt. Cassell vermutet, dass das daran liegt, dass dieses System keinerlei Gestik implementiert hatte, ein anderer Teilnehmer wandte bei der folgenden Fragerunde aber ein, dass es Studien gebe, die besagten, dass Menschen einander am Telefon grundsaetzlich mehr moegen wuerden. Trotz fehlender Gestik war auch diese Demonstration sehr beindruckend, in der virtuelle Agent sich z.B. fuer die schlechte Qualitaet seiner Sprachausgabe entschuldigt, und die Benutzer fast automatisch mit "ach, das macht doch nichts" antworteten.
Kommentare
Mo, 05.04.2010 11:17
Naja... Irgendwie bin ich n icht überrascht dass Microsoft Research rausbekommt dass IT- Sicherheit eigentlich to [...]
Mo, 29.03.2010 22:47
Eigentlich nicht. Ausser dass die ganzen me-too-Trackbacks inzwischen auf Twitter stattfi nden (ausser hier). Da [...]
Mo, 29.03.2010 09:06
hat sich deine meinung zu trac kbacks geändert in letzter zei t?
Mi, 21.01.2009 22:33
Aber es hätte auch sein Gutes: Eine Plattform weniger für e klige Linkspammer.
Mi, 21.01.2009 15:39
Ja manchmal hat man im Leben e infach so viele Sachen, denen man sich widmen möchte oder au ch muss, dass da gewisse [...]
Mo, 10.11.2008 14:17
Ich leihe mir ungern eine Fahr rad fahre lieber nur mein eige nes. Hatte mal ein negatives E rlebenis mit einen Leihr [...]
Fr, 25.07.2008 01:50
Schaust Du Wikipedia. «The first version of SQL was devel oped at IBM by Donald D. Chamb erlin and Raymond F. Boy [...]